witzig und kurios 

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Ich möchte dir die folgende Geschichte,
die ich gestern in meinem
"etwas anderen Adventkalender" fand,
nicht vorenthalten, und schreibe sie dir auf.

Wie der Osterhase
in die Krippe kam:

Früher war es ungefähr so: Der Nikolaus kam an Nikolaus. Der Osterhase kam zu Ostern. Die bunten Eier auch. Kürbis- und Rübengesichter sowie alle anderen Laternen hattenb ihre starke Zeit zu St. Martin. Narrenmasken und Prinzessinnenkleider zierten zwei Wochen vor Fasching die Schaufenster. Das Christkind kam zu Weihnachten. Geister kamen in der Geisterstunde und die Milch kam von der Kuh.

Keiner wusste mehr so genau, wann es eigentlich angefangen hatte... Irgendwann tauchten nach den Sommerferien die ersten Spekulatius - noch ganz verschämt - im Supermarkt nebenan auf. Nicht lange danach standen im Sommer auf der Brotzeittheke beim Metzger Ostereier. Vereinzelt fragten die Kinder, warum die Milch nicht lila wäre, und wo die Bärenmarke herkommt, wo die Bären bei uns doch ausgestorben seien. Geistergewänder blieben nach Halloween gleich für den Fasching im Laden hängen und die Gussformen für Nikoläuse und Osterhasen wurden sich verdächtig ähnlich.

Schmitti, der Osterhase kannte die früheren Zeiten nur noch vom Hörensagen - und er selber hatte ein ziemlich unerfreuliches Leben. Frau Huber, seine Ladenbesitzerin, hate sich nämlich vorgenommen, sich diesesmal nicht vom Supermarkt gegenüber das Geschäft vermasseln zu lassen. Zuerst hatte sie daran gedacht, Osterläuse zu bestellen. Die sehen vorne aus wie Osterhasen und hinten wie Nikoläuse. Nach Weihnachten dreht man sie einfach um. Davon riet ihr Sabine, ihre Tochter, jedoch dringend ab. Also sortierte Frau Huber zwei Reihen Nikoläuse in ihr Regal und gleich dahinter schon die erste Reihe Osterhasen.
Besonders weit vorausschauende Großtanten könnten sich dann schon während der Weihnachtseinkäufe die Osterhasen für ihre lieben Nichten und Neffen sichern. Und am ersten Tag nach den Weihnachtsfeiertagen war Frau Huber mühelos auf der Höhe der Zeit. Praktisch hieß das: Seit Oktober stand Schmitti mit seinen Kollegen im Regal. Immer mussten sie proper aussehen, Haltung annehmen und freundlich gúcken, aber kein Mensch interessierte sich für sie. Irgendwann begannen sie, den Weihnachtsmänner vor ihnen mit den Pfoten Hasenohren zu machen, wie es unter Schülern beim Klassenfoto der Brauch ist. Manchmal kitzelten sie die Jungs auch, wenn Kunden vor ihrem Regal standen, so daß diese seltsam verkniffen unter ihren roten Mützen hervor schauten. Alles in allem war das fürs Geschäft nicht förderlich, so daß eines Tages, als das Gekicher im Regal unüberhörbar war, Frau Huber auftauchte und Schmittis Nebenmann den Kopf abbiss. Zitternd vor Schreck fielen die Hasen und WEihnachtsmänner auf die Knie und gelobten Besserung. Und das hieß in diesem Fall: Langeweile ohne Ende! Brav standen sie da, in Reih und Glied. Tag für Tag. Doch irgendwann stach Schmitti wieder der Hafer. Mittlerweile waren die Hasen schon in die zweite Reihe aufgerückt. Flüsternd schlug Schmitti seinem Vordermann vor, die Kleider zu tauschen. Dieser hatte auch keine bessere Idee und zwängte sich in das Hasenkostüm. Schmitti war jetzt ein Weihnachtsmann und wechselte in Reihe eins.

"Ich will den mit der dicken Mütze!" schrie der kleine Benjamin, und das Wasser lief ihm im Mund zusammen. Die Mutter hatte zwar schon formschönere Nikoläuse gesehen, aber was tut man nicht alles, damit das Kind still ist... Und was Schmitti auf dem Kopf trug, ähnelte ja ein kleines bisschen einer Mitra, wie sie der Bischof Nikolaus einmal getragen hatte. Nur daß sie - es steckten ja seine Ohren darunter - quer auf Schmittis Kopf saß.

Schmitti wanderte zuerst in den Einkaufswagen, dann über den Ladentisch und zuletzt in eine große, finstere Tasche. Benjamin war längst mit einem Überraschungsei beschäftigt und vergaß den Hasen - oder sollen wir sagen: den Weihnachtsmann?

Der Nikolaustag rückte näher. Schmitti hauste mittlerweile im Süßigkeitenlager oben im Küchenschrank, wo Benmjamin nicht hinkam. Und er war sehr gespannt, was weiter geschehen würde. Schmitti vermisste zwar seine Kumpels aus dem Reghal, aber zwischen drei längst vergessenen Krokant-Eiern fühlte er sich schon fast wieder heimisch.

Benjamin war schon im Bett, als Schmitti aus seiner Behausung geholt wurde. Bennis Mutter schaute ihn noch mal kurz und ein wenig irritiert an, und stopfte ihn dann zwischen Mandarinen, Nüssen und herrlich duftenden Lebkuchen in einen Gummistiefel. "na ja", dachte sich Schmitti, "bin ja mal gespannt, wo das noch endet." Es war so eng im Stiefel, daß Schmitti richtige Dellen von den Walnüssen bekam. Aber er schief irgendwann ein und wachte erst wieder auf, als ein fröhlich schreiender Benjamin den ganzen Stiefel in die Küche schleppte. Einen Lebkuchen hatte er schon zwischen den Zähnen. schmitti wurde es mulmig. Er ahnte, daß sein letztes Stündlein geschlagen hatte.
Kaum stand der Stiefel neben Bennis Kakaotasse, zog er Schmitti an den Ohren heraus und begann ihn auszuziehen. Schmittis Ohren näherten sich bereits gefährlich Bennis Zähnen und er wimmerte erbärmlich, als Bennis Bewegung plötzlich stockte. "Das ist ja ein Hase!" schrie Benni empört. Und als sein Vater sich die Sache genauer betrachtete, gab er ihm recht. "Das ist ja der Hammer!" sagte er. "Jetz packen die schon die alten Osterhasen einfach um..." Und er sag besorgt auf das Mindesthaltbarkeitsdatum von Schmitti. "Aber das stimmt dann ja sowieso nicht", schimpfte Bennis Mutter und nahm den Hasen an sich. "Den bringe ich zurück - die können was erleben!"
Schon hoffte Schmitti, seine Freunde bald wieder zu sehen. Aber dazu kam es nicht...

Menjamin machte ein solches Geschrei, dass seine Eltern ihm alle verfügbare Schokolade - selbst die drei Krokant-Eier im Tausch gegen Schmitti anboten. Und Schmitti wurde zur weiteren Besänftigung des aufgebrachten Kindes zwischen Ochs und Esel in die ansonsten noch leere Krippe gestellt. Dort harrte er der Dinge, die da kommen mochten.

So kam es, daß die Krippe zum Ort der Rettung - auch für Schmitti, den Osterhasen - wurde. Und als Maria und Josef am Weihnachtsabend in der Krippe ankamen, freuten sie sich sehr über diese nette Abwechslung.

P.S.: Und wenn Schmitti nicht doch noch in einem unbeobachteten Moment von Benjamin verzehrt worden wäre, stünde er noch heute da. Zwischen Ochs und Esel. :-)

Da wir gerade von
"Ochs und Esel"
reden, fällt mir doch
gleich noch etwas ein...
Die folgende Geschichte handelt
"vom Leben des Mannes"

Gott erschuf den Esel und sagte zu ihm: "Du bist ein Esel.
Du wirst unentwegt von morgens bis abends arbeiten
und schwere Sachen auf deinem Rücken tragen.
Du wirst Gras fressen und wenig intelligent sein.
Und du wirst 50 Jahre leben."

 

Darauf entgegnete der Esel:
"50 Jahre so zu leben ist viel zu viel,
gib mir bitte nicht mehr als 30 Jahre!"
Und es war so.

 

Dann erschuf Gott den Hund und sprach zu ihm:
"Du bist ein Hund.
Du wirst über die Güter der Menschheit wachen
und deren ergebenster Freund sein.
Du wirst das essen, was der Mensch übriglässt
und 25 Jahre leben."

 

Der Hund antwortete:
"Gott, 25 Jahre so zu leben, ist zu viel.
Bitte nicht mehr als 10 Jahre".
Und so war es.

 

Dann erschuf Gott den Affen und sprach:
"Du bist ein Affe.
Du sollst von Baum zu Baum schwingen
und dich verhalten wie ein Idiot.
Du wirst lustig sein, und so sollst du für 20 Jahre leben".

Der Affe sprach:
"Gott, 20 Jahre als Clown der Welt zu leben,
ist zu viel. Bitte gib mir nicht mehr als 10 Jahre".
Und so war es.

 

Schließlich erschuf Gott den Mann und sprach zu ihm:
"Du bist ein Mann, das einzige rationale Lebewesen,
das die Erde bewohnen wird.
Du wirst deine Intelligenz nutzen, um dir
die anderen Geschöpfe untertan zu machen.
Du wirst die Erde beherrschen und für 20 Jahre leben".

 

Darauf sprach der Mann:
"Gott, Mann zu sein für nur 20 Jahre ist nicht genug.
Bitte gib mir die 20 Jahre, die der Esel ausschlug,
die 15 des Hundes und die 10 des Affen".


Und so sorgte Gott dafür,
dass der Mann 20 Jahre als Mann lebt, dann heiratet
und 30 Jahre als Esel von morgens bis abends arbeitet
und schwere Lasten trägt.
Dann wird er Kinder haben
und 15 Jahre wie ein Hund leben,
das Haus bewachen
und das essen, was die Familie übrig lässt.
Dann, im hohen Alter, lebt er 10 Jahre als Affe,
verhält sich wie ein Idiot und amüsiert seine Enkelkinder.

Und so ist es bis heute .........

               

(Verfasser unbekannt)

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