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Der Stein
(eine Meditation nach W. Eizinger)

vor langer Zeit aus einem Bergfels gelöst,
von Eis und Wasser geschliffen...

Ich freue mich an ihm.
Mit meiner Hand umschließe ich ihn.
Er wird warm.

Andere Steine sind kantig.
Sie schmiegen sich nicht in meine Hand.
Sie können verletzen.

Auch ich habe Ecken und Kanten.
Was wäre ich für ein Mensch,
ließe ich mich so einfach verformen -
nach dem Willen anderer?

Manchmal sind meine Ecken und Kanten verschwunden:
wenn ich spüre, daß man mich nicht verformen will,
wenn ich angenommen werde, so wie ich bin.

Es gibt das "Herz aus Stein"
durch nichts ist es zu erweichen,
es lässt keine Gefühle zu.

Das Herz aus Stein ist hart gegen sich selbst....

Das Herz kann hart sein gegen den Nächsten....

Mit Steinen kann man werfen.
Mitmenschen kann man steinigen.
Dazu braucht es keine Hände, und auch keine Steine -
Es genügt der Mund.

Worte können "steinigen", verleumden, tödlich verletzen.

Auch Augen können "steinigen":
Ein Blick voller Verachtung,
das Auge, das bewusst vorbeischaut,
das Auge, das absichtlich übersieht...

Wieviele Menschen werden täglich "gesteinigt"?

"Wer von euch ohne Schuld ist,
der werfe den ersten Stein!"
(Jesus)

 

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