Gibt es Gott? 

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Gibt es Gott?

Ich behaupte: Ja! Es gibt Gott!

Was es mir ermöglicht, an Gott zu glauben, 
erfährst du auf dieser Seite.  

Nimm dir einfach Zeit,meine Gedanken zu lesen,
und dir eigene Gedanken zu machen.

 

Ja, ich bin mir ganz sicher, daß es Gott gibt.
Auch dann, wenn er nicht sichtbar ist - zumindest nicht für unser Auge.
Er lässt sich fühlen, wenn wir es zulassen!
Das gelingt natürlich nicht immer.
Dazu sind wir doch viel zu sehr "Mensch".
Wenn wir vollkommen wären, dann wären wir ja mit Gott gleichzusetzen. Aber das geht natürlich nicht - es gibt NUR EINEN GOTT. Dein einzigen und wahren Gott. Der Gott, von dem wir kommen und zu dem wir gehen. Der Gott, der mitten unter uns ist, wenn wir es zulassen! Der Gott, der uns hält, führt, beschützt - wenn wir es zulassen! Der Gott, der uns kennt, so wie wie selber uns nicht kennen - mit all unseren Fehlern, mit all unseren Schwächen - der Gott, er uns TROTZDEM liebt.

Fragst du auch manchmal?
"Wo ist er denn, dieser Gott???"

Schreist du auch manchmal?
"Was tut er denn, dieser Gott???"

Denkst du auch manchmal?
"Bist du da, Gott???"

Weißt du - spürst du es -  daß er sich ganz oft zeigt?

Oft passieren so schreckliche Dinge. Kriege, Verwüstungen bei   Erdbeben, Überschwemmungen, Waldbrände, Dürre, Kälte, Hitze,  Flugzeugabstürze,Lawinenabgänge... Die Liste ließe sich fast endlos erweitern. Jeden Tag erreichen uns neue Meldungen über all die Katastrophen, die auf unserer Erde passieren.

Aber nicht nur in der weiten Welt geschehen so schlimme Sachen, auch in unserem eigenen Leben, in "unserer kleinen Welt" ereignen sich Dramen, die uns oft zweifeln lassen, daß da Jemand ist, der es verhindern könnte. Wir sehen oft nur den Gott, der uns großes Leid schickt, der uns etwas antut, der nicht verhindert, daß Krankheiten uns befallen, daß Kinder von Autos überfahren werden, daß die Nachbarin, eine Mutter von kleinen Kindern, stirbt, daß ein Vater, der Ernährer der Familie, arbeitslos wird, daß dem blinden alten Mann aus dem Nachbarort die Frau wegstirbt, daß junge Menschen auf dem Weg nach Hause in den Tod rasen, daß, daß, daß...

So oft fragen wir uns: "Wo WAR er denn, wo bleibt er - dieser Gott??? Wie kann er es zulassen, daß..."

Als 12-jähriges Mädchen habe ich auf dem Sterbebildchen einer sehr lieben Großtante folgenden Vers gefunden, den ich immer wieder gelesen habe:

"Glauben heißt: wissen,
daß wir bei Gott besser aufgehoben sind,
als bei uns selbst."

Dieser kleine Vers begleitet mich seit dieser Zeit, es sind 14 Worte, deren Bedeutung sich in meinen Augen immer wieder verändert hat. Es gab Zeiten in meinem Leben, wo ich diesen Vers aus meinem Gedächtnis verdrängen wollte. Das waren, und sind, die Zeiten, in denen es mir nicht gut ging, wo ich nicht ein und aus weiß, aus welchen Gründen auch immer. Dann haben mich die Worte des Verses auf eine gewisse Weise eingeschüchtert, mir Angst vor mir selber gemacht. Denn ich habe den Vers so verstanden, daß es besser ist, hier auf dieser Welt, in der so vieles schwarz und grausam erscheint, nicht mehr zu bleiben. Aber immer wieder habe ich mir verboten, den Gedanken weiter zu denken. Denn wenn man keinen Ausweg mehr sieht, scheint es nur noch die Möglichkeit zu geben, sich selber einen "AUS-WEG" zu schaffen...

Ich bin froh und dankbar, immer wieder an die Hand genommen worden zu sein, um nicht wirklich diesen Weg - diesen "WEG-INS-AUS", aus allem Kummer und allen Sorgen zu gehen. Wer mich an die Hand genommen hat? Ich weiß, daß es Gott war. Der Gott, der mir immer wieder liebe Menschen an die Seite stellt, sie spüren lässt, was mich belastet und bedrückt. Es war auch der Gott, der mich immer wieder ein ganz kleines Stück getragen hat. Ja, nur ein ganz kleines Stück. Den langen weiten Weg muss ich schon selber gehen. Würde ich den ganzen Weg getragen, wüsste ich, am Ziel angekommen, doch gar nicht, wieviel Kraft ich habe, wieviel Stärke ich aufbringen kann. Und ich wüsste auch nicht, wieviele andere Menschen es gibt,
die die gleichen Wege gehen, die mir zugemutet werden.

DAS ist es, was mich in meinem Glauben bestärkt. Das Wissen, daß Gott NICHTS tut, um uns zu schaden, sondern ALLES, um uns zu stärken. Würden wir wissen, wieviel Kraft wir besitzen, wenn wir sie nie auf die Probe stellen würden?

Gott prüft uns. Mal schwer, mal leicht. Mal sind die Prüfungen lang,
mal haben sie nur die Dauer eines Augenblickes oder eines Gedankens...

 Klingt doch einleuchtend, oder??? 
Wenn du dich noch immer fragst, warum er dann so schreckliche Dinge zulässt, dann lies in Ruhe weiter. Ich erzähl dir, wie ich das sehe:


Wieder fällt mir zuerst ein Spruch ein:

"Gott hat keine Hände,
nur UNSERE Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.

Gott hat keine Füße,
nur UNSERE Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Gott hat keine Lippen,
nur UNSERE Lippen,
um Menschen von ihm zu erzählen.

Gott hat keine Hilfe,
nur UNSERE Hilfe,
um Menschen auf seine Seite zu bringen." 

Jetzt kannst du sagen: 
"Ja, das ist ja alles ganz schön, aber warum immer wieder diese Grausamkeiten???" 

Ja - warum wird ein Mensch krank? 
Ich denke, das passiert deshalb,weil wir doch unsere Gesundheit gar nicht richtig zu schätzen wissen! Es ist doch so, daß wir zwar wissen, daß gewisse Dinge unserer Gesundheit schaden. Sei es der einseitige Genuss von Lebensmitteln, (hier muss ich mich gleich mal ganz kräftig an die Nase fassen) oder der übermäßige Konsum von Alkohol, Nikotin oder was auch immer. Wenn jemand krank wird, dann sind wir gleich zur Stelle mit guten Ratschlägen wie: "jetzt hast du im Krankenhaus so lang nicht geraucht, fang bloß nicht wieder damit an! Du weißt, daß es ungesund ist...!"
oder so: "Dieses Mal bist du mit einer saftigen Geldbuße und 3 Punkten in Flensburg davongekommen. Eigentlich solltest du keinen Führerschein mehr haben! Lass es dir eine Lehre sein und sauf nicht wieder so, wenn du noch fahren musst!" ...
Bestimmt fallen dir selber auch noch Beispiele ein, die du selber schon geäussert,
oder gesagt bekommen hast.

Aber warum muss eine Mutter Krebs bekommen???
Die Kinder sind noch klein, der Vater muss arbeiten, Geld verdienen für die Familie.
Die Mutter fällt aus - "kein Problem, das schaffen wir schon, werd du nur erst mal wieder ganz gesund". Die Aufgaben in der Familie werden neu verteilt. Manches kann bis auf weiteres verschoben werden oder auch für eine Zeit lang unterbleiben, anderes wird nach bestem Wissen und Können erledigt. Die Mutter kann sich ganz auf sich konzentrieren.... . An dieser Stelle kann eine Prüfung Gottes zu Ende sein und die Mutter wird schnell wieder ganz gesund.

Aber was passiert, wenn die Mutter noch immer nicht gesund wird??? Trotz aller Fürsorge durch die Familienmitglieder wird es nicht besser, die Mutter wird noch kränker, neue Behandlungsmethoden werden ausprobiert, neue Hoffnungen geweckt, neuer Mut wird abgelöst von neuer Angst. Und dabei kommt immer wieder die Frage: "Warum nur?" "Warum gerade ich?" "Warum meine Frau!" "Warum unsere Mutter?"...
Zwischen all den "warums" wächst die Familie aber zusammen. Vielleicht ganz unbemerkt, verdeckt von den schlimmen Sorgen, der vielen Arbeit, vor allem hinter der Angst um die kranke Mutter.
Plötzlich ist es nicht mehr schlimm, wenn die Lieblingshose verwaschen ist. Es ist nicht mehr schlimm, wenn der kleine Bruder seine Schwestern ärgert, es ist nicht schlimm, wenn ich nicht zur Party eingeladen wurde, und es ist auch nicht schlimm, wenn die Hemden, die Papa im Büro trägt, nicht ganz ordendlich gebügelt werden. Denn jetzt zählen doch ganz andere Werte! Wir müssen alle zusammenhelfen, müssen lernen uns aufeinander zu verlassen, wir lernen, was es heißt, sich um einen Menschen zu sorgen. "In Gottes Namen - wir werden es schon schaffen"

Wir werden gestärkt durch diese Erfahrungen, wir erleben Vertrauen wieder neu,
wir wachsen mit den Sorgen und Problemen in einer Weise, die wir nie für möglich gehalten hätten... .

Aber was ist mit den jungen Menschen, die auf der Straße tödlich verunglücken? Warum tut uns Gott das an? 
Ich denke, er will uns damit sagen, daß wir uns bereit halten sollen. Daß wir immer so gehen sollen, als kämen wir nicht wieder nach Hause. Und sicher sollen wir uns so von unseren Mitmenschen verabschieden, als würden wir niemals wieder kehren.

Aber warum denn immer wieder???
Wie lange hält das Entzetzen denn an, wenn ein Unfall mit Todesopfern zu beklagen ist? Jahre? Monate? Wochen? Tage? Und dann??? 

Aber trotzdem zeigt uns Gott gleichzeitig, daß wir auf ihn vertrauen dürfen, daß er auf uns aufpasst, uns schützt. Wenn wir in lassen!

Ist uns das immer bewusst, wenn wir die Haustüre aufschließen?
Daß wir gesund wieder zurück gekommen sind? Denken wir immer daran, daß Gott uns begleitet hat?

Der schreckliche Brand letzte Woche:
Die Familie konnte gerettet werden, über Leitern wurden sie aus den oberen Stockwerken befreit, aber Haus und Hof, mit allem was dazugehört, der Hausrat, die Tiere in den Stallungen,
die Maschinen und Geräte, alles fiel dem Feuer zum Opfer.
Die Feuerwehren waren die ganze Nacht und den ganzen Tag im Einsatz um immer wieder neu aufflackernde Flammen zu bekämpfen. Es gibt sie, die Helfer, die oft genug ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um andere Menschen zu retten, um etwas von ihrer Existenzgrundlage zu erhalten. Aber ist uns das immer bewusst? Sind wir dankbar, daß sich solche Menschen bereit halten, Tag und Nacht? Auch an Sonn- und Feiertagen? Auch dann, wenn die äusseren Umstände ihre Arbeit erschweren?

Und wo bleiben wir??? Gibt es Bereiche, in denen unser Engagement gefragt wäre?
Geben wir uns dafür her, uns für Andere einzusetzen? Es gibt soviele Möglichkeiten, und Gott erlaubt uns oft, es uns auszusuchen, wo wir uns einbringen können. Er hält so viel für uns bereit, aber wir sehen es oft nicht. Erst dann, wenn wir "mit der Nase drauf stoßen".

Warum liegt die alte Frau schon so viele Jahre im Bett, unfähig, sich wenigstens selber umzudrehen?
Weil wir sonst niemals erfahren und erleben dürften, wie bereichernd es sein kann,
solch einem Menschen Hilfestellung zu geben, sei es bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, oder  all dem, was ein Mensch selber nicht mehr tun kann.
"Sowas könnte ich nie!"
Wie sicher sind wir uns der Richtigkeit einer derartigen Aussage. Bis wir gefordert werden! Dann gilt es zuerst mal, sich zu überwinden. Vielfältige Gefühle überkommen uns. Von  der Angst vor dem Neuen, über Wut, Ekel, ofr auch Ungeduld reicht die Palette. Aber was tun wir? Gott gibt uns, WENN WIR IHN LASSEN, seine Kraft, so daß "Mitleid" in den Vordergrund treten kann, wir Mitleid empfinden können. 
"MITLEID" in Form von "mit-leiden", verstehen, sich einfühlen... wir lernen, mit unseren Gefühlen anders umzugehen.

Wieder fällt mir ein sehr schöner Text ein, ich will ihn dir aufschreiben: 
Vielleicht erinnere ich mich gerade deshalb so gerne an diese Zeilen, weil ich sie zu einer Zeit hörte, in der ich sehr gefordert war, aber meine Bitten an Gott niemals so gut und präzise auszudrücken vermocht hätte.

Herr, segne meine Füße,
damit sie nicht umdrehen und fortlaufen,
wenn ich gebraucht werde.

Herr, segne meine Beine,
damit sie mich zu dem tragen,
der auf mich wartet.

Herr, segne meine Arme,
damit sie die Last aufnehmen und tragen,
die du mir für den anderen auferlegst.

Herr, segne meinen Hände,
damit sie nicht schlagen, ablehnen, verweigern,
sondern streicheln und trösten,
geben statt nehmen und handeln,
wo sie gebraucht werden.

Herr, segne meinen Kopf,
damit mein Verstand dich versteht,
meine Augen dich sehen,
meine Ohren dich hören,
und mein Mund so spricht,
wie du es mir in meinem Herzen sagst".

(Rolf Krenzer)

Wer kann schon ahnen, wie wertvoll und wichtig, welch eine bereichernde Zeit es sein kann, wenn man einen Menschen durch die Nacht bis ans Tor des ewigen Lichtes begleiten darf??? Nur der, dem Gott dies gibt, und der es nicht nur als Last, sondern vielmehr als ein Geschenk Gottes anerkennt! 

Der Alte blinde Mann, dem die Frau wegstirbt:
Bestimmt hat Gott seine Frau nicht deshalb zu sich geholt, um den Mann zu bestrafen,
sondern um UNS wachzurütteln. Es ist sicher bequemer, nur "sein eigenes Süppchen zu kochen", aber nahrhafter ist es wohl, wenn wir "über unseren Tellerran hinaussehen", unsere Hilfe anbieten, nach Wegen zu suchen, das Leben unserer Mitmenschen, gerade derer, die Hilfe oft so sehr benötigen, zu erleichtern.
Gott hilft uns dabei - WENN WIR IHN LASSEN!
Wie klein werden unsere eigenen Sorgen dabei. Wie unwichtig ist es, dass ich zu spät am Fenster stand und nun den Neuen Mantel der Frau Bürgermeisterin nicht bewundern konnte. Und der Film, den ich unbedingt im Fernsehen sehen wollte,
wird bestimmt bald wiederholt. Aber der alte Mann, dem muss geholfen werden,
sein Alltag muss neu organisiert werden, seine Frau kann ihm nicht mehr
aus der Zeitung vorlesen, nicht mehr mit ihm rausgehen, ihm das Essen kleinschneiden. Also müssen wir uns "sehen lassen" bei dem blinden Mann!

Der Mann und Familienvater, der schon so lange ohne Arbeit ist:
das älteste Kind könnte aufs Gymnasium, das jüngste kommt bald in den Kindergarten.
Wir bewundern die Familie. Sie schränkt sich ein, wo es nur geht, aber nun gibt es kein Arbeitslosengeld mehr. Die Reserven sind verbraucht. Der Winter kommt, die Kinder brauchen Schuhe, das mittlere Kind möchte an seinem Geburtstag ins Erlebnisbad. Und wo bin ich??? Ich ärgere mich, weil die Schuhe meines Sohnes
nicht mal über eine Saison gepasst haben. Da kommt mir die Idee, die guten Schuhe zu verschenken. Eine gute Idee! - ein göttlicher Gedanke sogar! Und weil ich ja auch noch 2 gut erhaltene Hosen und eine kaum getragene Jacke habe, für uns nutzlos geworden ist, kann dem mittleren Kind "der Arbeitslosen" sein Geburtstagswunsch erfüllt werden, weil durch meine gebrauchte Kleidung, die ich hergegeben habe,
der anderen Familie etwas Geld übrig geblieben ist. Ich werde ihnen noch was zum Naschen mitgeben. Es wird mir sicher nicht fehlen...

Ich könnt schreiben, schreiben, schreiben...
Noch viel mehr solcher und ähnlicher Beispiele sind in meinem Kopf. 
Aber ich denke, du kannst mich jetzt schon etwas besser verstehen, wenn ich sage:

"Ja, es gibt Gott!
Er ist mitten unter uns!
WENN WIR IHN LASSEN"

Nicht immer gelingt es mir, so zu handeln, wie Gott es von mir will.
So vieles läuft schief, manchmal mag ich auch einfach nicht.
Es ist nicht leicht, immer so zu sein, wie Gott, aber auch ich selber es will.
Aber er liebt mich!
TROTZDEM!
"TROTZ  DEM"!
Und dich auch,
und dich,
und dich,
und dich...
 
und alle anderen Menschen auch!

Und der kleine Vers,

"Glauben heißt wissen,
daß wir bei Gott besser aufgehoben sind,
als bei uns selbst"

hat seit langer Zeit eine ganz neue Bedeutung bekommen:
der Vers sagt mir, daß wir uns Gott anvertrauen dürfen,
daß wir uns auf ihn verlassen dürfen.
Er begleitet uns, er beschützt uns, er lebt in uns.
WENN WIR IHN LASSEN!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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